Action, Technik und viele Tore: So funktioniert Futsal

von Nina Schietinger und Anja Förstl am 1 März 2017 | 0 Kommentare

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ERIMA Futsal
Der ERIMA HYBRID FUTSAL ist ideal für das Spiel in der Halle.

Die Boom-Sportart Futsal ist aus dem offiziellen Kalender von FIFA und UEFA nicht mehr weg zu denken. Auch in Deutschland erfreut sich die rasante Fußball-Variante immer größerer Beliebtheit. Aber was macht diese Sportart zu solch einem Spektakel? Es sei verraten, es ist nicht nur die flotte Spielweise in der Halle.

Dieses Jahr startet Futsal auch in Deutschland durch. Für die deutsche Futsal-Nationalmannschaft standen bereits im Januar beim EM-Vorqualifikationsturnier in Lettland die ersten Pflichtspiele ihrer Geschichte an. Aus diesem Anlass wollen wir euch ein wenig über den Ursprung dieses großartigen Sports erzählen. Außerdem fassen wir für euch die geltenden Regeln und Richtlinien übersichtlich zusammen, damit ihr den besten Durchblick habt und von nun an als Experten glänzen könnt.

 

Was steckt hinter Futsal: Die Geschichte

Entsprungen ist der so genannte "Futebol de Salão" – der "Salon-Fußball" oder "Indoor Soccer", wie ihn die Engländer und Amerikaner nennen -in Südamerika. In Deutschland ist aktuell Hallenfußball noch bekannter. Jedoch spielen immer mehr Futsal. Bereits 1930 strebte der Sportlehrer Juan Carlos Ceriani danach, eine altersgerechte Form des Fußballs für Kinder zu entwickeln. 1942 empfahl dann auch der südamerikanische Sportlehrerbund Futsal für den Schulsport.

Doch Futsal ist nicht nur in Brasilien populär, wo alle Bundesstaaten eine entsprechende Föderation und Ausscheidungsspiele haben, sondern hat sich inzwischen auf der ganzen Welt ausgebreitet. Im Jahr 1989 erkannte schließlich auch die FIFA Futsal als förderungswürdige Sportart an und nahm diese als internationale Variante des Hallenfußballs offiziell auf. Direkt nach der Anerkennung wurde die erste WM ausgetragen, die die Brasilianer in den Niederlanden gewonnen haben. Seit der Saison 2001/02 richtet die UEFA zudem einen Landesmeisterpokal aus und auch der DFB sowie alle Landesverbände fördern die neue Hallen- und Kleinfeldfußballvariante intensiv im Jugendbereich, um zukünftig auch bei den Senioren eine Infrastruktur ähnlich dem Handball aufzubauen.

 

ERIMA Futsal Eigenschaften

 

Der ERIMA HYBRID FUTSAL erfüllt alle Voraussetzungen für ein schnelles Spiel.

 

So geht Futsal: Regeln und Richtlinien

Die Abläufe beim Futsal ähneln dem klassischen Fußball. Es gelten jedoch andere Regeln, die das körperbetonte Spiel unterbinden und die Spielgeschwindigkeit erhöhen sollen. Die sogenannte Vier-Sekunden-Regel besagt beispielsweise, dass der Ball nur vier Sekunden ruhen darf, dann muss wieder gespielt werden. Die verbleibenden Sekunden werden von den Schiedsrichtern deutlich mit den Fingern am ausgestreckten Arm angezeigt.

Pro Team sind fünf Spieler festgesetzt (ein Torwart plus vier Feldspieler). Das Spielfeld, hat keine Banden, sondern ist nur von Linien umgrenzt. Dabei sind die Futsal Tore mit drei Mal zwei Meter so groß wie Handball Tore, also kleiner als beim klassischen Hallenfußball. Insgesamt dürfen im Laufe des Spiels – auch während der laufenden Partie – bis zu neun weitere Spieler eingesetzt werden, die beliebig oft ein- oder ausgewechselt werden können.

Der Torhüter darf den Ball innerhalb des Strafraumes (Sechs-Meter-Kreis) mit der Hand berühren. Er darf sich über das ganze Feld frei bewegen und den Ball beim Abwurf bis in die gegnerische Hälfte befördern. Hat der Schlussmann den Ball, egal ob in der Hand oder am Fuß, so muss er ihn innerhalb von vier Sekunden weiterspielen. Anschließend darf der Torhüter im laufenden Angriff nicht mehr angespielt werden, es sei denn, der Gegner hat den Ball berührt. Befindet sich der Torhüter in der gegnerischen Hälfte, so kann er als fünfter Feldspieler agieren.

Geleitet werden Futsal-Spiele von zwei bis vier Schiedsrichtern, die sich jeweils an den Seitenauslinien des Spielfeldes bewegen. Ein Spiel dauert insgesamt 40 Minuten, gesplittet in zwei Mal 20 Minuten effektive Spielzeit mit einer Halbzeitpause von 15 Minuten. Pro Halbzeit hat jedes Team einmal die Möglichkeit, eine Auszeit von einer Minute zu nehmen, die nur bei eigenem Ballbesitz genutzt werden kann. Es wird immer die reine Spielzeit gerechnet – ähnlich wie beim Eishockey. Bei jeder Unterbrechung wird die Zeit angehalten.

Zweikämpfe sind beim Futsal erlaubt, allerdings darf man seinen Gegner weder Tackeln noch grätschen. Wenn nach einem Foul ein Freistoß vergeben wird, bekommt das foulende Team der Verstoß angelastet. Pro Halbzeit darf jedes Team maximal fünf Fouls auf dem Konto haben. Begeht eine Mannschaft weitere Regelwidrigkeiten, bekommen die Gegner ab dem sechsten Foul einen 10-Meter-Strafstoß. Wird im Strafraum gefoult, gibt es sogar einen 6-Meter-Strafstoß.

Wie bei der Rasenvariante gibt es auch beim Futsal Gelbe, Gelb-Rote und Rote Karten. Wird ein Spieler mit der Roten Karte des Feldes verwiesen, so kann dieser nach Ablauf der Zwei-Minuten-Zeitstrafe durch einen Auswechselspieler ersetzt werden. Sollte die Mannschaft in Unterzahl ein Tor kassieren, so kann der Auswechselspieler bereits vor Ablauf der zwei Minuten das Feld betreten.

Der Ball wird außerdem nicht eingerollt oder eingeworfen, sondern eingekickt. Dabei muss dieser auf der Seitenlinie - beziehungsweise bis zu maximal 25 Zentimeter außerhalb des Spielfeldes - ruhen, die gegnerischen Spieler müssen fünf Meter entfernt sein. Sobald der Schiedsrichter den Ball für den Einkick freigibt, bleiben dem Spieler maximal vier Sekunden Zeit zur Ausführung. Für einen Eckstoß gelten dieselben Regeln. Abseits gibt es im Futsal nicht.

 

Die richtige Futsal-Ausrüstung?

Bekleidunsstechnisch gibt es zwischen Hallenfußball und Futsal keine Unterschiede. Der Futsal Torwart trägt keine Handschuhe, stattdessen tapet er seine Finger, um die benötigte Stabilität zu erhalten. Das Futsal Zubehör besteht aus dem besonderen Futsal-Ball. Ein sprungreduzierter Lederball, etwas kleiner und leichter als ein gewöhnlicher Fußball, sorgt durch relativ wenig enthaltenen Druck für spezielle Ball-Eigenschaften und ist damit auf Tempo, Dynamik und Technik bei fairer Spielweise ausgelegt. Für Kinder sind die Futsal Bälle zwar gleich groß, wie die Bälle für Erwachsene, jedoch je nach Altersgruppe leichter.

 

Futsal Potenzial - das meinen wir

Im Großen und Ganzen kann gesagt werden, dass Futsal enormes Potential in sich birgt. Es macht extremen Spaß zuzuschauen – da möchte man doch umso mehr wissen, wie sich erst die Spieler fühlen müssen. Damit dürfte es also weiter spannend bleiben, was die Zukunft dieses speziellen Ballsportes noch bereithält. Wir sind jedenfalls begeistert!

Hat dich das Futsal-Fieber schon gepackt? Berichte uns von deinen Erfahrungen in den Kommentaren!

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