7 Fragen an...Maria Kuder

von Nina Schietinger am 24 November 2016 | 0 Kommentare

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In der Retoure hat Maria Kuder den besten Überblick und fühlt sich schon seit Jahren wohl.

ERIMA kann nun auf eine mehr als neun Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schützenbund zurückblicken. Mit dieser engen Partnerschaft rüstet die Sportmarke auch kleinere Vereine und deren mitunter ca. 1,4 Millionen Mitglieder aus. Hausintern ist ERIMA daher besonders stolz, seit über 18 Jahren die erfahrene Schützin Maria Kuder als starke Mitarbeiterin zu seinem Team zählen zu dürfen. Erst Anfang dieses Jahres belegte sie den ersten Platz in der Damenklasse GK 100m Liegend 13 Schuss der Kreismeisterschaft 2016. In diesem Interview verrät sie uns unter anderem, was sie zu dieser Sportart gebracht und wie sie sich dadurch entwickelt hat.

Maria, wie kamst du zum Schießsport?

Durch meinen damals zwölfjährigen Enkel. Er suchte nach einem passenden Verein für sich und da er an Fußball kein Interesse hatte, ist er irgendwann im Internet auf den Schützenverein gestoßen. Dabei sind sowohl er als auch ich und mein Mann zum Schützenverein SV Mössingen gelangt. Seitdem sind wir alle drei im Schießsport aktiv.

Mit welchen Waffen schießt du für gewöhnlich?

Ich selbst habe mit einem Kleinkaliber meine ersten Versuche gemacht und absolviere nach wie vor mein Training damit. Mittlerweile benutze ich auch einen Revolver 357 Mag. und eine Pistole 45 ACP, mit denen ich am liebsten schieße. Bei Wettkämpfen in der Seniorenklasse trete ich unter anderem mit einer Winchester 44 oder einem Schweden und Großkaliber K98, also Ordonnanzgewehren, an.

Hast du besondere Aufgaben in deinem Verein SV Mössingen?

Ja, ich habe erst vor kurzem meine Jugendbasislizenz erworben und trainiere jeden Samstag die 12 bis 18 Jährigen. Hierbei ist es mir besonders wichtig, den Jugendlichen Spaß am Schießen und vor allem Sicherheit zu vermitteln, um mögliche Ängste zu beseitigen. Im Anschluss hänge ich immer mein eigenes zweistündiges Training an. Außerdem bin ich seit über fünf Jahren, also kurz nach meinem Beitritt im Verein, im Vorstand tätig. Somit bin ich auch außerhalb des Schießstandes für organisatorische Belange zuständig.

Um die Ziele in weiter Entfernung zu treffen, benötigt es ein hohes Maß an Konzentration. Wie genau fokussierst du dich in diesen Momenten?

Es benötigt tatsächlich einiges an Konzentration, um einen guten Schuss abzugeben. Ich habe für mich über all die Jahre eine eigene Technik entwickelt. Wenn ich das Gewehr aufgelegt habe, visiere ich zu allererst das Ziel an. Dann atme ich ein, halte den Atem kurz an und drücke ab. Direkt danach zähle ich noch langsam auf drei und schaue erst dann auf den Monitor an der Seite, wohin genau mein Schuss gegangen ist. Die Anzeige verrät mir, ob und wie ich mein Gewehr für den nächsten Schuss neu einstellen muss. Mit dieser Technik gehe ich auf Nummer sicher, dass das Gewehr nicht flattert und die Kugel auch tatsächlich im Ziel ankommt und nicht noch kurzfristig ihren Kurs ändert.

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Der Schießsport verlangt durchaus besondere Fertigkeiten. Welche würdest du sagen, sind die wichtigsten?

Ruhe, Konzentration und Respekt. Ruhe und Konzentration bringt nicht jeder von Anfang an mit. Das kann aber schnell gelernt werden. Wir haben manchmal Jugendliche, die zuerst sehr unruhig mit der Schusswaffe umgehen und aufgeregt sind, aber das legt sich schon bald und dann setzt auch bei ihnen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit ein. Worauf ich noch einen sehr hohen Wert lege, ist der Respekt vor einem Gewehr. Dazu gehört ein verantwortungsvoller Umgang. Das bedeutet, es nicht nur nach jedem Gebrauch zu reinigen und es im Anschluss sicher aufzubewahren, sondern auch einen gesunden Respekt gegenüber den Trainern und allen Lebewesen um sich herum zu pflegen, damit niemand während des Schießens zu Schaden kommt.

Kommen dir deine besonderen Kenntnisse und Fertigkeiten des Schießsports im Alltag und bei ERIMA zu Gute?

Da ich meine Arbeit bei ERIMA immer sehr schnell erledige, habe ich durch den Schießsport gelernt, auch genauso schnell abschalten zu können, sobald ich nach Hause komme. Die Ruhe und Konzentration, die bei einem Schuss aufgebracht werden müssen, kann ich auf Anhieb einsetzen, um Stress im alltäglichen Geschäft hinter mir und mich voll und ganz auf Dinge in meiner Freizeit einzulassen.

Zudem muss jeder im Verein einen Rotkreuzkurs für Erste Hilfe absolvieren, damit er überhaupt andere Mitglieder trainieren darf. Falls es also jemals zu einem Ernstfall im ERIMA Lager kommen sollte, wäre ich in der Lage, sofortige Hilfestellung zu leisten. Das gibt mir ein gutes und vor allem sicheres Gefühl.

Was machst du, wenn du gerade nicht auf dem Schießstand bist?

Ich nähe sehr gerne. Ich war schon immer eine sehr korrekte und zielstrebige Person und habe erst eine Aufgabe erledigt, bevor ich die nächste angefangen habe. Das macht sich nicht nur in der Arbeit bei ERIMA oder auf dem Schießstand bemerkbar. Zu Hause nähe ich gekaufte Kleidungsstücke um und sitze dabei so lange an einem Teil, bis es die perfekte Passform hat – ob es letztendlich ein Jackett für meinen Mann oder ein Oberteil für mich ist, spielt dabei keine Rolle. Das Endergebnis muss einfach Qualität haben und stimmen.

Vielen Dank, Maria!

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